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Mein zweites Autoreninterview - veröffentlicht wurde es auf TINTENKLECKS

1. Es gibt ja immer ganz spannende Geschichte, wie Autoren zum Schreiben gekommen sind. Wie sind Sie zum schreiben gekommen?

Eine klassische Geschichte gibt es dazu leider nicht. Ich habe, seitdem ich das Schreiben gelernt habe, mich immer wieder darin geübt, etwas zu erfinden oder über etwas zu berichten. Aufsätze oder Referate zu schreiben, zählte in der Schule zu meinen Lieblingsaufgaben und aus dieser Leidenschaft wurde über die Jahre immer mehr – mehr als ein Hobby und mehr als ein Beruf.

2. Fiel Ihnen Ihr erstes Buch schwer oder hatte Sie so viele Ideen und einen genauen Plan, dass Sie keine Schwierigkeiten mit dem Schreiben hatten?

Mein erstes Buch zu schreiben, fiel mir relativ leicht. Die Geschichte dazu schwirrte schon eine längere Zeit in meinem Kopf herum, und immer wenn ich die Zeit und Muse fand, setzte ich mich hin und schrieb weiter. Das Buch ist schon seit geraumer Zeit fertig, ich überarbeite es Stück für Stück – ob und wann ich es allerdings veröffentliche, weiß ich selbst noch nicht.

3. Wie läuft der „Entstehungsprozess“ eines Buches bei Ihnen ab?

Recht verschieden und dennoch sehr ähnlich.

Bei allen Ideen bastle ich zunächst im Kopf an ihnen herum. Ich probiere aus und schaue, was mir mein Gefühl dazu sagt. Dann fange ich auch meistens schon an mit dem Schreiben – ohne vorher groß zu recherchieren oder mich mit anderen Sachen aufzuhalten. Erst möchte ich herausfinden, wie der Schreibfluss mit dieser Idee ist. Manchmal merke ich dann, dass ich mich lieber an etwas anderem versuchen sollte – um diese Idee eventuell später aufzugreifen.

Wenn der erste Schritt erfolgreich war und ich mich wohl mit der Idee fühle – kommt es ganz auf das Werk drauf an.

Einige Bücher erfordern eingehende Recherchen. Die Recherchen müssen in einen Plot umgearbeitet werden, und erst danach kann ich mit dem Schreiben beginnen. Recherchierte Sachen müssen zudem überprüft werden, ob sie denn wirklich so stimmen.

Bei anderen Büchern kann ich mich sofort an den schönsten Teil der Arbeit machen – dem Schreiben. Einfach nur schreiben.

Ganz selten kam es auch schon vor, dass ich ein Werk während der Überarbeitung komplett umgeschrieben habe.

Was alle Werke wieder gemeinsam haben, sind die Arbeiten am Cover, dem Klappentext und dem Ausfeilen der Marketingstrategie. Testleser, Lektor und Korrektor gehören auch zum Entstehungsprozess dazu. Meistens nehmen die Überarbeitungen der Werke mehr Zeit in Anspruch, als das eigentliche Schreiben.

4. Verarbeiten Sie mit Ihren Gedichten Erlebtes und/oder Gefühle?

Selbstverständlich. Aus genau diesem Grund habe ich damit angefangen, Gedichte zu schreiben. Sie dienen mir als Ventil und am schönsten ist es, wenn meine Worte andere berühren, sie nachdenklich stimmen und ihnen helfen.

5. Woher nehmen Sie die Inspirationen zu den Figuren? Sind es lebende Personen, die Ihnen als Vorlage dienen?

Das menschliche Wesen zu studieren, gehört auf jeden Fall zu einer Autorenkrankheit. Und das Erlernte – durch Beobachten angeeignete Wissen, versuche ich dann auf meine Figuren anzuwenden.

6. Gibt es eines Ihrer Bücher, welches Sie gerne verfilmt sehen würden? Wenn ja, welcher Schauspieler sollte unbedingt mitspielen und wen?

Bei jedem Werk wäre das aus meiner Sicht wünschenswert. Doch gerade die Science-Fiction-Saga rund um Pan wäre ein interessantes Projekt. Unter der Regie von J.J. Abrams oder Christopher Nolan würde das mit Sicherheit genial werden. Als Pan könnte ich mir gut Martin Freeman vorstellen und seinen Gegenspieler Isaac müsste dann, ganz offenkundig, von Benedict Cumberbatch gespielt werden.

7. An welchem Ort schreiben Sie am liebsten?

Zuhause. Gemütlich auf meinem Platz. Mal mit Musik oder im Stillen. So kann ich am besten schreiben.

8. Was ist ihr aktuelles Projekt und welche Bücher können wir noch von Ihnen erwarten? Gibt es hier Pläne?

Derzeit befindet sich ein Thriller in der Endphase – die Testleser sind nun an der Reihe. Außerdem werde ich meine SciFi-Reihe fortsetzen und ein 2. Teil von „Geh nicht dorthin“ ist geplant. Außerdem, sobald mein aktueller Thriller veröffentlicht wurde, ist ein weiterer geplant und hat schon etwas Form annehmen können. Zuletzt habe ich einen Science-Fiction-Roman, der mich seit 3 Jahren begleitet, und bin gerade dabei ihn zu überarbeiten.

9. Möchtest Du deinen Lesern und anderen Schreibbegeisterten noch etwas mit auf den Weg geben?

Egal, ob Leser oder andere Schreibbegeisterte, jeder sollte sein Ziel verfolgen und das tun, was sie oder ihn glücklich macht. Wichtig ist, dass man nicht zu engstirnig dabei vorgeht und auch bereit ist, Hilfe anzunehmen. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, außer: Lest viele Bücher.