MARC PAIN

Interviews



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Mein erstes Autoreninterview - veröffentlicht wurde es auf Buchtastisch

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das kann ich gar nicht so genau sagen. Die Lust am Schreiben habe ich schon als Kind für mich entdeckt. Wenn ich ein Buch gelesen oder einen Film gesehen habe, habe ich mir eine veränderte Handlung, ein alternatives Ende oder neue Charaktere ausgedacht. Es gibt kaum ein Zeitpunkt in meinem Leben, in dem ich nicht an irgendeiner Geschichte, einem Gedicht oder anderen Texten gewerkelt habe.

2. Wie fühlst du dich, jetzt wo du weißt, dass du bald ein Buch veröffentlichen wirst?

Dann bin ich immer tierisch aufgeregt! Ich frage mich natürlich: Wie wird das Buch ankommen? Habe ich es geschafft mich abermals zu verbessern und zu steigern? Teilweise macht sich auch Erleichterung breit – immerhin ist so ein Buch ein sehr langer Prozess, an dem viele Leute beteiligt sind. Wenn dieser immense Akt ein Ende gefunden hat, kann man erst mal durchatmen, den Kopf freibekommen und sich dann wieder an die Arbeit machen.

3. Wie hat sich dein Leben seitdem verändert?

Es ist auf jeden Fall stressiger geworden, wobei ich sagen muss, dass es ein positiver Stress ist. Weil ich als Self-Publisher meine Werke veröffentliche, hört die Arbeit nicht nach dem Schreiben und Korrigieren auf – ich kümmere mich auch um die Covers, betreibe im Vorhinein eingehende Recherchen und dann das Marketing – was ein immenser Zeitfresser ist. Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass mir alles über den Kopf wächst, doch irgendwie schaffe ich es, mich wieder zu motivieren und weiterzumachen – am meisten Aufwind bringen ganz klar das Lob und die hilfreiche Kritik von meinen Lesern.

4. Hast du Ratschläge, für junge Autoren, oder die die es noch werden möchten?

Ich stehe selbst noch relativ am Anfang und muss noch sehr viel lernen. Wozu ich jedoch jedem Jungautor raten kann: Man sollte konstruktive Kritik, sei sie auch nicht immer positiv, auf jeden Fall annehmen und daraus lernen, nur so kann man vorankommen und tritt nicht auf der Stelle herum. Feedback in jeglicher Form, sei es von Freunden, Lesern, Bloggern etc. ist auf jeden Fall enorm hilfreich. Ganz viel Lesen und noch mehr schreiben kann ich nur empfehlen – beides übt und man lernt immer etwas Neues dazu.

5. Welches ist dein eigenes Lieblings Buch und was macht es so besonders?

Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne, weil es fesselnd geschrieben ist, voller interessanter Theorien, Ideen und Wahrheiten steckt und mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.

6. Woher stammen die Ideen für deine Romane? Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf deinen Roman?

Das ist sehr unterschiedlich. Viele Ideen kommen mir buchstäblich im Schlaf, andere während des alltäglichem Treiben und wieder andere durch intensives in mich gehen und nachdenken oder durch ein zufälliges Ereignis. Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen lasse ich in jede meiner Geschichten mit einfließen, ich fühle mich dadurch wohler, kann mich zugleich von Lasten befreien und die Story wirkt gleich viel authentischer. Bevor ich mich an eine meiner Ideen mache und damit beginne, sie aufs Papier zubringen, reifen sie in der Regel Monate oder gar Jahre heran. Seltener realisiere ich Ideen, die mir erst seit Kurzem durch den Kopf gehen – es juckt dann in den Fingern und ich muss mich umgehend daran versuchen.

7. Wie wichtig sind dir Rezensionen? Liest du sie und wie gehst du damit um, wenn du kritisiert wirst?

Rezensionen sind mir sehr wichtig – so bekomme ich einen direkten Eindruck davon, wie das Buch bei meinem Leser ankommt. Gute Rezensionen schmeicheln mir natürlich und spornen mich an weiter zu machen. Sie zeigen mir, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Schlechte Rezensionen, mit ehrlicher Kritik, motivieren mich aber nicht weniger. Es ist eine andere Motivation und man muss den Rückschlag erst einmal wegstecken. Ich nehme mir jedoch jede ehrlich gemeinte Kritik zu herzen und höre niemals damit auf an mir als Autor und Mensch zu arbeiten. Rezensionen sind in meinen Augen nicht mit Geld aufzuwiegen, weil sie in den meisten Fällen viel ehrlicher sind und mich ungemein bestärken.

8. Wo schreibst du am liebsten und warum?

Zuhause, weil ich mich dort am wohlsten fühle. Manchmal brauche ich Musik dazu, an anderen Tagen kann mich nur bei vollkommen Stille so richtig konzentrieren – jedes Buch und jeder Part in dem jeweiligen Werk benötigt andere Bedingungen und die lassen sich daheim am besten herstellen.

9. Was war dein erster Versuch eine Geschichte zu schreiben und was ist damit passiert?

Im Alter von 9 oder 10 Jahren habe ich die erste längere Geschichte geschrieben – eine Abenteuergeschichte, in der es um Piraten ging. Ob es von dieser Geschichte noch etwas Handschriftliches oder Virtuelles gibt, kann ich leider nicht sagen, ich weiß nicht, was damit geschehen ist und kann mich auch an so gut wie nichts daraus erinnern – schade irgendwie.

10. Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus?

Aufstehen, Kaffee kochen und trinken, Sport machen und danach mache ich mich dann in der Regel an die Arbeit. In der Woche kümmere ich mich zuerst um meine Autoren- und Bücherseiten sowie um das Marketing: Werbung machen, mit Lesern und Kollegen austauschen, eMails beantworten, in den Sozialen Netzwerken aktiv sein … bevor ich schreibe lese ich mindesten das letzte Kapitel meines Werkes, um wieder ein Gefühl für die Geschichte zu bekommen – meist fallen dann schon die ersten Korrekturen an. Erst wenn der Tag etwas fortgeschrittener ist, werde ich so richtig warm und schreibe dann meistens bis nachts durch.

11. Hast du vor deine Bücher auch als eBook zu veröffentlichen?

Meine Bücher gibt es bislang nur als eBook und teilweise als Printausgabe. Meine beiden neuen Thriller, von denen der eine noch diese, der andere nächstes Jahr veröffentlicht werden sollen, plane ich auch als Taschenbuch zu veröffentlichen.

12. Ist schon ein neues Werk in Planung, oder konzentrierst du dich erst einmal auf das eine?

In meinem Kopf entstehen ständig neue Geschichten – da fällt es oft schwer, sich auf eine zu konzentrieren. Ein Thriller befindet sich in der Endphase und mit einem weiteren habe ich gerade begonnen und hoffe ihn Anfang nächsten Jahres veröffentlichen zu können und im Herbst dieses Jahres den aktuellen.

13. In welchem Verlag wird dein Buch veröffentlicht werden und wie sind sie auf dich aufmerksam geworden?

Bisher veröffentliche ich all meine Bücher im Selbstverlag.

14. Wie heißt dein neuer Roman und von was genau wird es handeln?

Den Titel werde ich an dieser Stelle noch nicht verraten, doch einen Einblick in die Geschichte werde ich gern gewähren. In meinem neuen Roman geht es um einen Autor, der nach dem Aufstehen eine ominöse Notiz in seinem Haus vorfindet. Jemand ist in sein Haus eingedrungen, um ihn eine verstörende Nachricht zu überbringen – ein perfides Katze- und Mausspiel nimmt seinen Lauf und rasant an Fahrt auf. Der Eindringling agiert im Verborgenen und ist seinem Opfer immer einen Schritt voraus, bis sich plötzlich das Blatt beginnt zu wenden – nur mit welchem Ausgang?