MARC PAIN

Das letzte Bild



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   ISBN: 9783847606284  •  Seiten: 88  •  Preis: 1,99 €   

Es war ein besonders harter Arbeitstag und ich konnte es kaum noch erwarten endlich nach Hause gehen zu dürfen. Draußen strömte der Regen und es wurde bereits dunkel. Hätte ich heute Morgen gewusst, wie dieser Tag enden würde, hätte ich mir mit Sicherheit nicht den Allerwertesten aufgerissen, sondern wäre gleich in meinem warmen Bett liegen geblieben.
   Doch wer kann schon am Morgen wissen, was der Abend einem bringen wird?
   Außerdem war ich nicht gerade in der Position mir aussuchen zu können, ob ich aufstehen wollte oder nicht.
   Ich war gerade damit beschäftigt die Regale mit Lotionen, Shampoo und anderen Hygieneartikeln aufzufüllen, als plötzlich die tiefe Stimme meines Chefs hinter meinem Rücken erklang.
   »Kommen Sie umgehend in mein Büro, sobald Sie hier fertig sind! Beeilen Sie sich!«, patzte er mich an, und ohne ein weiteres Wort zu verlieren und vor allem ohne ein »Bitte« über die Lippen zu bekommen, ging Herr Friedrichs an mir vorbei und verschwand durch die geöffnete Sicherheitstür, die zum Lager des Geschäftes führten.
   Meine Arbeit als Einzelhandelskauffrau gefiel mir keineswegs und mein Chef, der milde ausgedrückt ein RIESENGROSSES ARSCHLOCH war, machte es nicht gerade leichter für mich und meine Kollegen.
   Vor ungefähr drei Wochen hatte Herr Friedrichs mich von der Kasse ins Lager verdonnert. Mir waren in letzter Zeit einige Fehler unterlaufen und deshalb meinte er, dass es nicht weiter zumutbar sei, wenn ich einen direkten Kontakt mit Geld und zu den Kunden hatte.
   Nicht zumutbar – was soll das bedeuten?
   Es war ja nicht so, dass ich meine Beherrschung verloren und einen der Kunden angefallen hätte. Noch nicht mal im Ton hatte ich mich vergriffen, und das, obwohl es mich schon seit Langem ankotzt, dass ich meine Freundlichkeit, zu den mehr als unfreundlichen und meist noch arroganten Kunden, vorspielen musste. Dass ich tro ... weiter lesen