MARC PAIN

Auf Schritt und Tritt



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   ISBN: 9781520153872  •  Seiten: 383  •  Preis: 12,50 €   

Tom las die Notiz. Verwirrt blickte er auf den handgeschriebenen Zweizeiler. Der Zettel war schmutzig und lediglich die abgerissene Ecke einer Papierseite. Er wendete das Papier in seiner Hand und blickte auf die Rückseite, wo nichts geschrieben stand.
Er war sich sicher, dass diese Notiz nicht von ihm war.
Ein zweites Mal las er die Worte und sprach sie in Gedanken mit:

»Nimm dich in acht – sei stets auf der Hut!
Schon bald werde ich ihn testen – deinen Mut!«


Mit diesen Sätzen wusste er nichts anzufangen und die Handschrift war ihm fremd.
Unumstritten sollte es eine Warnung sein.
Oder ein Scherz?
Unbewusst kratzte Tom sich am Kinn.
Vielleicht ist es der Anfang eines Gedichts oder eine flüchtig notierte Idee – ein Gedankenfetzen!
Doch von wem stammte dieser Reim, wenn er nicht von ihm selbst war?
Der Zettel wurde in der Nacht platziert und zwar so – er lag vor der Kaffeemaschine –, dass Tom direkt nach dem Aufstehen darauf stoßen würde. Die durchaus beängstigenden Sätze machten ihn ratlos. Er war erst wenige Minuten lang wach und noch ganz verschlafen. Ihm fiel es schwer, rational zu denken, um auf eine einleuchtende Antwort zu kommen. Ein Limerick wäre ihm erheblich lieber gewesen. Etwas Aufmunterndes nach dem Aufstehen. Stattdessen hatte er etwas Rätselhaftes und Verstörendes serviert bekommen.
Wer der Verfasser auch war und welche Absichten er verfolgen mochte, es war ihm geglückt, Tom auf die Notiz aufmerksam zu machen und ihm eine Heidenangst einzujagen.
Im Gegensatz zur Handschrift kam ihm das Papier bekannt vor. Er hatte es schon einmal gesehen, es zuvor bereits in der Hand gehabt, es zum Notieren oder Schreiben benutzt.
Plötzlich gab es keinen Zweifel mehr. Es war das Briefpapier aus der Schreibtischschublade seines Arbeitszimmers. Zumindest ein Stück davon.
Instinktiv fuhr er um sich. Unbehagen machte sich breit und ihm lief ein kaltes Schaudern über den Rücken.
Was hat das zu bedeuten?, fragte er sich – mit einem Mal hellwach.
Mit dem Zettel in der Hand lief er die Treppe in den ersten Stock hinauf. Im Obergeschoss öffnete er die Tür zum Arbeitszimmer und betrat den geräumigen und von der aufgehenden Sonne erhellten Raum.
Hinter dem Schreibtisch zog er die untere Schublade zu seiner Rechten auf.
Sein Herz machte einen Aussetzer. Der oberste Zettel, auf dem Stapel des Briefpapiers, besaß eine abgerissene Ecke und war leicht schmutzig.
»Was zum ...?«, brach es unvollständig aus ihm heraus.
Um ganz sicherzugehen, nahm er die oberste Seite vom Stoß und legte sie auf die Tischplatte. Mit zittriger Hand setzte er den Papierfetzen an die Ecke der Seite an.
Die Fragmente passten zusammen.
Mit der Gewissheit, dass sich jemand an dem Briefpapier und wer weiß, an was noch, zu schaffen gemacht hatte, ließ er sich auf den Bürostuhl sinken. Aufgelöst blickte er auf die zusammengesetzte Seite.
Was hat das zu bedeuten?
Ein ungutes Gefühl beschlich ihn. Er fuhr zusammen.
Tom befürchtete, dass der Verfasser es auf die Daten auf seinem Computer abgesehen haben könnte.
Alle USB-Sticks waren glücklicherweise noch an ihrem Platz. Den Inhalt hatte er schnell überflogen und fand ihn unverändert vor. Leider konnte er nicht ausschließen, dass man die Daten kopiert hatte. Doch für welchen Zweck? Es ergab einfach keinen Sinn. Wer war in sein Haus eingedrungen und hatte ihm diese seltsame Notiz hinterlegt? Was hatte derjenige gesucht und was wollte er mit der Botschaft bezwecken? Handelte es sich doch nur um einen Scherz, den Tom womöglich in den falschen Hals bekommen hatte? Hatte jemand den Zettel unbewusst hier abgelegt – ihn vielleicht verloren oder vergessen?
All diese Fragen kreisten in seinem Kopf und stellten ihn bloß, denn eine Antwort hatte er nicht. Nervös klopfte er mit den Fingerkuppen auf der Tischplatte. Diesen Tick legte er immer dann an den Tag, wenn ihn die innere Unruhe übermannte.
Es muss eine simple Erklärung dafür geben, etwas, dass ich übersehen habe.
Angestrengt suchte er nach einer Lösung, einer Kleinigkeit, die bislang unbeachtet geblieben war.
Besuch hatte er schon seit Längerem, seit dem Tag seines Einzugs, nicht mehr empfangen. Er wollte auch nicht besucht werden. Tom war in dieses Haus gezogen, um in Ruhe seiner Arbeit nachgehen zu können. Wer sollte die Notiz dann verloren haben?
Wonach hat der Fremde gesucht?
Abermals prüfte er die Dateien auf dem Laptop.
Nichts.
Wenn es ihm nicht um meine Arbeit ging, dann wollte er vielleicht Geld und Wertsachen!
Es schien aber alles noch an seinem Platz zu sein. Viel Bargeld hatte er nicht im Haus. Wer auch immer der Verfasser war, es schien ihn um nichts anderes gegangen zu sein, als diese ominöse Nachricht zu hinterlegen.
Also musste es ein Scherz sein – nur wessen Handschrift trug er?
Inzwischen hämmerte Tom vor Nervosität mit den Fingerspitzen auf die Tischplatte ein. Er konnte sich das Warum nicht beantworten, was ihn allmählich in die Verzweiflung trieb.
Für einen Spaß war die Wortwahl zu ernst – beinahe bedrohlich. Er hatte keine Freunde, die dergleichen Unfug betrieben.
Verwirrt schlug er die Hände über dem Kopf zusammen. Von wem stammten diese Worte?
Vielleicht ist der Verfasser eine Frau!
Dieser Gedanke versetzte ihn in eine kurzweilige Schockstarre. Bisher war er von einem männlichen Unbekannten ausgegangen. Was an der krakeligen Schrift gelegen haben musste, die Tom einen zu schmuck- und lieblosen Eindruck vermittelte. Doch was, wenn das beabsichtigt war?
Wenn es eine Frau war, dann kam für Tom nur ein Name in Frage.
Hanna!
Allein der Gedanke an ihren Namen, an diese Frau – an Sie, ließ den Angstschweiß auf seiner Stirn erscheinen.
Das ist nicht möglich!
Hanna wusste mit Sicherheit, dass er umgezogen war. Doch konnte sie es auf keinen Fall geschafft haben, an seine neue Adresse zu gelangen.
Was, wenn doch? Du weißt doch, wie sie ist! Sie ist wahnsinnig!
Die Erinnerungen an Hanna bereiteten ihm Bauchschmerzen. Hanna war auf eine sehr fanatische und gefährliche Art von Tom besessen. Sie nannte es Liebe, doch er war sich nicht sicher, ob Hanna überhaupt wusste, wie sich wahre Liebe anfühlte.
Zum ersten Mal hatte er vor vier Jahren nach einer Lesung mit ihr gesprochen. Sie war nett, wortgewandt und hatte Charme. Ihr wahres Gesicht zeigte sie jedoch schnell. Bereits eine Woche nach ihrem ersten Zusammentreffen stand sie vor seiner Wohnungstür. Wie sie an ihre Informationen kam, darum hatte sie stets ein Geheimnis gemacht.
Als die Maske fiel, wurde aus nett: beherrschend, aus wortgewandt: informationsgeil und ihr Charme verflog, als der Wahnsinn zum Vorschein kam. Sie schrieb Briefe, E-Mails, lauerte ihm zu Hause, während des Einkaufens oder Spazierens, auf, und ließ sich auch von der Polizei nicht abschrecken.
Seit seinem letzten Umzug hatte sie seine Spur nicht wieder aufnehmen können.
Bis jetzt, befürchtete er.
Bist du dir sicher, dass die Notiz nicht von dir ist und du dich ohne Grund verrückt machst?
Er las die zwei Zeilen abermals und schüttelte den Kopf. Die Schrift war garantiert nicht die Seine und deshalb konnte er den Reim nicht geschrieben haben. Außerdem war er sich sicher, diese Zeilen vor heute Morgen noch nie gehört, gelesen, geschweige denn geschrieben zu haben.
Gegen Hanna sprach die defensive Haltung. Sie war aufdringlich und besitzergreifend. Wenn sie Zutritt zu seinem Haus hätte, dann würde sie sich in der Nacht in sein Bett legen und versuchen, die Ehefrau zu spielen. Die Notiz entsprach in jeglicher Hinsicht nicht ihrem Muster.
Jemand anderes musste dahinter stecken und dieser jemand schien sich in Toms Haus ebenso gut auszukennen wie er über seine Gewohnheiten Bescheid wusste. Der Verfasser wollte, dass er die Notiz nach dem Aufstehen noch vor der ersten Tasse Kaffee entdeckte. Damit störte er sein Morgenritual und warf ihn völlig aus der Bahn. Doch was wollte der Verfasser jetzt? Welche Reaktion erhoffte er, durch die Notiz erzwingen zu können?
Glaubt er etwa, dass ich mit dieser Nachricht etwas anfangen kann?
Tom stand auf und ging zum Fenster. Er blickte in seinen Garten und auf die angrenzende Hauswand des Nachbarn. Der Blick in den ausgestorbenen Bereich hinter dem Haus beruhigte ihn keineswegs. Er hatte nicht wirklich damit gerechnet, auf eine Person zu stoßen, die ihn beobachtete und ausspionierte. Doch wusste er nicht, wie er das Gefühl der Überwachung von sich abschütteln sollte.
Er ermahnte sich dazu, Ruhe zu bewahren und nach einer einleuchtenden Lösung zu suchen. Etwas musste er übersehen haben.
Vom Fenster aus ging er zurück zum Schreibtisch und setzte sich auf den Bürostuhl. Nur zu gern hätte er eine einfache Erklärung für alles gefunden.
Niemand hatte Zutritt zu seinem Haus. Keiner hatte ihn in letzter Zeit besucht. Nur ganz wenigen hatte er überhaupt davon erzählt, wohin er gezogen war, und nach dem Einzug niemanden mehr davon gesehen. Er lebte zurückgezogen und hatte sich bislang stets sicher in seinen eigenen vier Wänden gefühlt.
Claudia? Sie hat Zutritt zu meinem Haus!
»Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen?«, konnte er seine Entrüstung nicht zurückhalten.
Das hatte er bislang nicht bedacht. Claudia war eine Haushaltshilfe, die einmal alle zwei Wochen vorbeikam. Tom hatte sie nach der Scheidung eingestellt, als ihm alles über den Kopf gewachsen war. Während er diese Möglichkeit in Erwägung zog, ließ er seinen Blick über das Briefpapier gleiten. Er konnte ausschließen, dass die Notiz eine ältere war, die von ihm selbst stammte und aus irgendeiner Spalte oder von einem Regalbrett gefallen war. In der Küche bewahrte er keine Notizen auf. Und das passende Gegenstück in seiner Schreibtischschublade bewies, dass die seltsame Botschaft erst kürzlich geschrieben wurde. Er benutzte das Briefpapier recht häufig und am vorgestrigen Tag war ihm keine schmutzige und beschädigte Seite aufgefallen.
Ihm stachen mit einem Mal die Schmutzflecken auf der unbeschrifteten Seite besonders ins Auge. Sie befanden sich an insgesamt fünf Stellen. Tom hielt seine Hand darüber und spreizte seine Finger ein wenig ab.
Ein Handabdruck, schoss es ihm durch den Kopf.
Vorsichtig nahm er den Zettel zwischen Daumen und Zeigefinger und hielt ihn dicht vor sein Gesicht. Schwach zeichneten sich, jeweils nur teilhaft vorhanden, fünf Fingerabdrücke ab.
Ein Fingerabdruck! Etwas Handfestes!
Sein Herz schlug schneller und er rückte näher an den Tisch heran.
Handfestes – wofür?, fragte er sich. Immerhin war es kein Verbrechen, jemandem eine Nachricht zu hinterlassen und noch hatte er keinerlei Beweise für einen Einbruch oder sondergleichen. Er hatte überhaupt keinen Nachweis dafür, dass ihm jemand etwas Böses wollte.
Zuletzt war Claudia am Anfang der Woche da gewesen. Es konnte also nicht sein, dass sie den Zettel während der Arbeit dort liegen gelassen hatte. Der Satz klang nach einer Drohung und das passte nicht zu Claudia. Allenfalls wenn sie im Auftrag von jemandem handelte, jemandem, der ihm schlecht gesinnt war.
Wenn seine Haushaltshilfe nichts mit der Sache zu tun hatte, und davon wollte Tom vorerst ausgehen, musste es jemand sein, der ihm bekannt war. Auch wenn es ihm schwer fiel, versuchte er, seinen Fokus nicht auf Hanna zu richten.
Wer kennt sich in meinem Haus aus?
Diese Frage beschäftigte ihn zunehmend. Er wusste nicht, an wen er sich hätte wenden können oder wo er seine Suche ansetzen sollte. Tom schloss die Augen und massierte mit Mittel- und Zeigefinger der jeweiligen Hand seine Schläfen.
Seine Frage führte ihn gedanklich weit in die Vergangenheit zurück.
Er kannte das Haus, in dem er seit einem Jahr lebte, noch aus seiner Kindheit. Damals war es das Elternhaus einer seiner Jugendfreunde gewesen. Zusammen mit den zwei Geschwistern und der Großmutter hatte Jakobs Familie über viele Jahre hinweg in diesem Haus gelebt. Am Ende des Gartens, der hinter dem Haus lag, grenzte ein weitläufiges Waldgebiet an. Tom war oft mit Jakob oder dessen Brüdern in diesem Wald gewesen.
Auf der Westseite grenzte das Waldgebiet an einer Baggergrube, im Osten lagen mehrere Pferdekoppeln in unmittelbarer Nähe. Wenn man immer weiter Richtung Süden lief, ging der Forst in ein Naturschutzgebiet über. Durchkreuzt wurde er, auf dem Weg dahin, von mehreren Feldwegen, die fast ausschließlich für den landwirtschaftlichen Betrieb und gelegentlich von Fahrradfahrern oder Spaziergängern genutzt wurden. Durch diesen Wald konnte sich beinah jeder Zutritt zu den angrenzenden Grundstücken verschaffen. Die Steinmauer an der Nordseite seines Hauses schützte Tom zwar vor neugierigen Blicken und trennte sein Grundstück deutlich von der Zugangsstraße ab, bot jedoch keinerlei Schutz vor Eindringlingen, da sie nicht das gesamte Grundstück umzog.
Seine Gedankengänge führten ihn zu den damaligen Bewohnern des Hauses und zu den Nachbarn. Ganz klar kannten sich die Vorbesitzer bestens in dem Haus und auf dem Grundstück aus. Die Nachbarn waren ebenfalls mit dem Grundstück und wahrscheinlich sogar dem Grundriss des Wohnhauses vertraut. Immerhin war er hier auf dem Land und dort kannte man seine Nachbarn in aller Regel. Tom hingegen wusste nicht, wer seine Nachbarn waren und wollte es auch nicht herausfinden müssen. Er wusste nicht, ob sie schon früher hier gewohnt hatten oder ob welche, wie er selbst, dazugezogen waren. Außerdem glaubte er nicht, dass diese Informationen wichtig waren, denn er schloss aus, dass einer der Nachbarn die Notiz hinterlassen hatte.
Obwohl er in seiner Kindheit oft im Wald gespielt hatte und mit Jakob in dieselbe Klasse gegangen war, wusste er nicht sonderlich viel über die Familie, die einst hier gelebt hatte. Ihm wollte auch kein Grund einfallen, warum einer von ihnen zurückgekehrt sein sollte, um ihm eine ominöse Botschaft zu hinterlegen. Das ergab keinerlei Sinn und wäre aus der Luft gegriffen.
Das ist NICHT die Lösung!
Tom setzte voraus, dass der Verfasser über eine gute Kenntnis über das Haus verfügen musste. Darüber hinaus glaubte er, dass der Unbekannte genauestens über ihn und sein Leben Bescheid wusste, weshalb er die Nachbarn ausschloss. Es musste sich um jemanden handeln, der wusste, wo er sein Briefpapier aufbewahrte und wie man unbemerkt das Haus betreten und wieder verlassen konnte.
Er kam nicht drum herum, für all das konnte eigentlich nur Claudia in Frage kommen. Er musste zuerst mit ihr sprechen.
Schluss jetzt!, befahl er seinen Gedanken und zwang sich zur Konzentration. Er öffnete seine Augen, schaute über den Schreibtisch hinweg und blickte durch die geöffnete Tür auf den Flur vor dem Arbeitszimmer.
Ich brauche jetzt erst mal einen Kaffee, stellte er fest und stand auf.
Der Kaffee, den er vor dem Entdecken der Nachricht aufgesetzt hatte, war inzwischen kalt geworden und er bereitete einen neuen vor.
Er musste die sonderbare Notiz beiseiteschieben und sich auf seine Arbeit besinnen. Und er konnte erst dann mit der Arbeit beginnen, wenn er einen frisch aufgebrühten Kaffee getrunken hatte. Das war sein morgendliches Ritual, das er nur unter ganz besonderen Umständen ausließ.
Während das Wasser durch den Filter lief, schaute er aus einem der Fenster des Wohnzimmers. Die Küche und der Wohnraum bildeten zusammen einen von insgesamt drei Räumen im Erdgeschoss des Hauses. Sowohl der Übergang vom Wohn- in den Kochbereich, als auch von der Küche in den Hausflur waren fließend und weder durch Türen noch abschließende Wände voneinander getrennt. Diesen offenen und sonnendurchfluteten Bereich schätzte er sehr. Nur in diesem Augenblick kam er sich hier wie ausgesetzt und ungeschützt vor. In der Nähe der Eckcouch lag der Zugang zur Terrasse und eine vierstufige Steintreppe führte von dort in den tiefer gelegenen Garten.
Peripher nahm er die Unordnung im Wohnbereich wahr. Unzählige leere und halb leere Pizzaschachteln, schmutzige Klamotten, Gläser, Tassen und Geschirr standen auf dem Couchtisch, dem Küchentresen, den Fensterbänken oder lagen sowohl auf der Couch als auch auf dem Boden.
Ich muss unbedingt ein wenig Ordnung schaffen, bevor Claudia kommt, gestand er sich beschämt ein, sie wird zwar fürs Saubermachen bezahlt, ich muss es aber nicht auf die Spitze treiben.
Gerade, als sich genug Kaffee für eine Tasse in der Cafetiere gesammelt hatte, zog er diese aus der Maschine und schüttete den Inhalt in einen Becher. Danach lehnte er sich mit dem Steiß gegen die Arbeitsfläche und pustete auf die Oberfläche des dampfenden Kaffees, um ihn trinkbar zu machen. Währenddessen ließ er seinen Blick wieder aus dem Fenster schweifen.
Als er zum Trinken ansetzte, stieß er auf etwas, das ihn erstarren ließ.
Jemand stand im nahen Wald und beobachtete ihn. Dieser jemand verbarg sich hinter einem Baum und verhielt sich ganz ruhig.
Beinahe wäre er Tom gar nicht aufgefallen.




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